Der Relaunch der Internetseite – So vermeiden Sie teure Fehler:

Ein Unternehmen hat eine Website erstellen lassen. Meistens ist das mit viel Aufwand verbunden, denn es wurde viel über Farben, Formen, Bilder und Texte diskutiert. Nach einem steinigen Weg haben sich die Entscheider auf Layout, Navigation und natürlich das Ziel der Seite geeinigt. Die Seite ist dann endlich Online. Geschafft! Nur noch ein paar Kleinigkeiten ändern, das Eine oder Andere anpassen und schon erfreuen wir uns an dem richtig guten Ergebnis. Stolz schreiben wir unsere Kunden und Partner an, dass wir jetzt eine neue Seite haben. Wir freuen uns, dass wir so viel Zuspruch bekommen, also haben wir scheinbar viel richtig gemacht. Glückwunsch!

Und dann das böse Erwachen: 

  • Sie machen Ihre Webseite nicht für sich, oder um in Schönheit zu sterben. Sie machen Ihre Webseite, um Ihre Kunden und solche die es noch werden sollen und wollen mit Informationen zu versorgen
  • Unsere Kollegen sind nicht unsere Kunden. Was unsere Kollegen sagen, können wir annehmen. Wichtiger jedoch ist, was unsere Kunden sagen.
  • Noch wichtiger ist, wie unsere potenziellen Kunden unsere Seite finden. Und ob sie das finden, wonach sie suchen.

Wie bekommen Sie das heraus? Hier kommen ein paar Tipps:

Tipp 1: Legen Sie ein Ziel für Ihre Seite fest.

Bevor Sie eine Seite konzipieren, muss das Ziel Ihrer Seite feststehen. Ihre zentrale Frage ist: Was soll mit meiner Seite erreicht werden? Beispiel: Wenn Sie Steuerberater sind, dann möchten Sie ggf. neue Mandanten akquirieren. Ihre gesamte Seite muss nach dem Ziel „Kunden akquirieren“ ausgerichtet sein, so dass die Besucher Ihrer Seite am Ende ihres Besuches mit Ihnen Kontakt aufnehmen. Das bedeutet, Sie müssen es Ihren Besucher wirklich sehr leicht machen mit Ihnen in Kontakt zu treten. Es reicht nicht, wenn der Besucher erst im Impressum nach Ihrer Telefonnummer suchen muss.

Tipp 2: Zeigen Sie, was Sie können. Ihre Kompetenzen.

Bleiben wir bei dem Steuerberater. Wenn der Steuerberater alles für jeden anbietet, wird er es schwer haben neue Mandate zu akquirieren. Warum? Nun, weil jeder Besucher eine Lösung für sein individuelles Problem sucht.

Was bedeutet das für Sie?
Machen Sie sich klar, was für Kunden Sie heute haben und starten Sie mit folgenden W-Fragen: Welche Kunden möchten Sie künftig akquirieren? Welche Lösungen bieten Sie Ihren Kunden? Wo haben Sie bereits viel Erfahrung gesammelt? Wo sind Sie anders, als andere in Ihrer Branche? Warum sollte ein künftiger Mandant mit Ihnen und nicht mit einem Kollegen arbeiten? Vielleicht ist es eine Branche, auf die Sie sich spezialisiert haben oder mit der Sie viel Erfolg hatten und fundierte Erfahrung gesammelt haben. Oder vielleicht ist es eine bestimmte Berufsgruppe – z.B. StartUps oder Konzerne. Je genauer Sie sich die o.g. Fragen beantworten, desto einfacher wird es, neue Kunden zu akquirieren.

Tipp 3: Sinnvolle Inhalte

In Tipp 2 haben Sie sich auf Ihre Kernkompetenz konzentriert. Jetzt geht es darum, die richtigen Inhalte dazu zu schreiben. Dazu brauchen Sie einen SEO Text.

Achten Sie dabei, dass Sie einen wirklich guten SEO Texter finden. SEO Texter machen im Grunde folgendes: Sie recherchieren genau nach welchen Stichworten in ihrer Branche gesucht wird, erstellen eine lange Tabelle aus diesen Stichworten, den sog. „Keywords“ und machen dann einen sinnvollen und ansprechenden Text für Ihre Kunden. So stellen Sie sicher, dass Ihre Texte den Inhalt haben, den Ihre Zielgruppe auch wirklich sucht.

Sie sind doch auch massiv davon genervt, wenn Sie etwas bei Google suchen, auf eine Seite klicken und dann finden Sie doch nicht das, was Sie gesucht haben. Ich verspreche Ihnen folgendes: Der Besucher, der geglaubt hat bei Ihnen etwas zu finden und dann enttäuscht wird, der kommt nicht so schnell wieder.  

Tipp 4: Inhalte kontinuierlich anpassen

Die Suchanfragen ändern sich stetig. Genauso wie Ihre Kunden und deren Bedürfnisse sich ändern. Auch, wenn das anstrengend klingt – aktualisieren Sie monatlich Ihr Inhalte. Google wird es Ihnen damit danken, dass Ihre Seite relevanter wird. Das bedeutet mehr Klicks auf Ihrer Seite und mehr Sichtbarkeit. Je mehr Sichtbarkeit für Ihre Seite, desto weiter oben werden Sie in den Google Ergebnissen erscheinen. Das ist das, was Sie möchten. Sich vor Ihren Wettbewerb platzieren.

Wenn Sie das befolgen, haben Sie eine sehr gute Basis, um nun mit der Außenwelt und somit Ihren potenziellen Kunden zu kommunizieren.

Denn alle Aktivitäten, die Sie unternehmen, um neue Kunden zu akquirieren werden scheitern, wenn Ihre Kunden nicht das bei Ihnen finden wonach sie suchen.

Ihre Webseite ist vieles: Ihre verlängerte Visitenkarte, Ihr Katalog, Ihr Erstgespräch – die erste Chance auf einen richtig guten ersten Eindruck. Bedenken Sie – sobald Sie in einem persönlichen Gespräch einem potenziellen Kunden ihre Visitenkarte gegeben haben, ist sein nächster wahrscheinlicher Schritt die Recherche im Netz. Also ist es sehr intelligent, wenn Sie den ersten guten Eindruck aufrecht halten und Ihren Besucher dazu ermutigen sich mit Ihnen in Verbindung zu setzen.

Auf Ihrer Website werden alle Blogbeiträge und Inhalte zu finden sein, die Sie in den Sozialen Medien verbreiten und auch auf Ihrem Google myBusiness Account.

Ich bin jedes Mal erstaunt, wenn ich höre und lese, dass Kunden bei XING oder LinkedIn Inhalte posten- z.B. ein neues Produkt, eine Teilnahme an einer Messe oder ihre Stellenausschreibungen und diese dann nirgends auf der Seite zu finden sind. Ich verstehe das nicht.

Ihre Seite gehört Ihnen.

Sofern Sie Sie fleißig Ihre Domain bezahlen, also ihre www. Adresse kann sie Ihnen auch keiner wegnehmen. XING, LinkedIn und Co. gehören Ihnen nicht. Wenn in Hamburg, der Zentrale von XING entschieden wird, dass Sie ab sofort dafür bezahlen müssen, um auf Ihr Businessprofil zu gelangen, haben Sie keine Chance auf Ihre Daten zuzugreifen. Alles wäre mit einem Schlag weg.

Das passiert auch, wenn z.B. Facebook oder LinkedIn den Algorithmus zu Ihren Ungunsten ändert. Puff. Ihre Kontakte sind weg, Ihre Post, die Kommentare alles futsch. So passiert, als z.B. Google entschieden hat sein Netzwerk Google+ einzustellen. Jedes Unternehmen, jeder Freelancer der Daten bei Google+ hatte und nicht rechtzeitig anderweitig gespeichert hat – hatte Pech.

Das darf Ihnen nicht passieren!

Sie sind auf Ihrer Seite alleiniger König. Sie können Bilder in allen Formen und Farben veröffentlichen, jeden Text, auf den Sie Lust haben, so viele Stellen ausschreiben, wie Sie es für richtig halten. In den sozialen Medien ist das nicht möglich. Dort sind Sie an das gebunden, was Ihnen das Medium zur Verfügung stellt. Selbst in den kostenpflichtigen Versionen sind Sie eingeschränkt.

Deshalb sollten alle Posts und Beiträge, die Sie veröffentlichen stets auf Ihre Seite führen. Kommt also ein Besucher von Ihrem LinkedIn Beitrag zu Ihnen auf die Seite und findet auch noch dort genau nach dem was er sucht – und zwar in der Form, wie er es braucht – stehen Ihre Chance wirklich gut, dass dieser Besucher wiederkommt, Sie am Ende des Tages kontaktiert und Sie einen neuen Kunden gewonnen haben.