Warum Sie für Ihr Social Selling keinen Sales Navigator brauchen und die kostenlose Alternative genauso gut funktioniert. 

Fazit: 

  • Der Sales Navigator ist ein von LinkedIn erstelltes Kunden-Monitoring und Wettbewerbs-Listening Tool. Das Tool inklusive eigenem Nachrichtensystem ist an Ihr Profil gekoppelt, läuft jedoch autark. Das bedeutet: Sie können Nachrichten über den Sales Navigator schreiben und auch Antworten bekommen. Diese werden jedoch auf Ihrem persönlichem Profil nicht aufgezeigt.  
  • Mit zusätzlichen 12 Filtermöglichkeiten, als die Premium Version von LinkedIn kann sich der Sales Navigator für eine tiefe Kundenrecherche lohnen. Diese 12 zusätzlichen Filter werden Sie jedoch selten bis nie für Ihr Social Selling oder Ihr Monitoring brauchen. Sinnvoller und beinahe unabdingbar ist es, dass Sie die Premium Version von LinkedIn buchen, sofern Sie mehr Sichtbarkeit für Ihr Unternehmen, eine stabile Präsenz für Ihre Marke auf- und ausbauen und Kunden über LinkedIn gewinnen möchten.  
  • In diesem Artikel zeige ich Ihnen, wie Sie beinahe alle wichtigen Monitoring- und Listening- Funktionalitäten kostenlos nachbauen können und so sowohl bei Ihrer Kundenakquise, als auch bei dem Kundenmonitoring Zeit sparen. 
Video Inhalt

0:36 Was ist der LinkedIn Sales Navigator?
0:55 Listen im LinkedIn Sales Navigator anlegen
1:14 Nachteile LinkedIn Sales Navigator
1:15 Nachteil Nr. 1 LinkedIn Sales Navigator (Keine Alert-Funktion)
2:01 Nachteil Nr. 2 LinkedIn Sales Navigator (Bezieht sich nur auf Beiträge)
2:25 Alternative zum LinkedIn Sales Navigator
3:58 Vorteile der Alternative zum LinkedIn Sales Navigator
4:35 1. Vorteil LinkedIn Sales Navigator (Filterfunktionen)
5:34 2. Vorteil LinkedIn Sales Navigator (Alles unter einer Platform)
6:00 Lohnt sich der LinkedIn Sales Navigator?
6:20 Fazit LinkedIn Sales Navigator
6:50 Kosten LinkedIn Sales Navigator
7:07 Kontakt Social Selling Unterstützung

Was ist der Sales Navigator?

Mit mehr als 700 Millionen registrierten Nutzern aus über 200 Ländern ist LinkedIn das marktführende B2B soziale Netzwerk weltweit. Linkedin , ist für 80 % der B2B-Leads aus sozialen Netzwerken verantwortlich.

Der Sales Navigator ist ein von LinkedIn ins Leben gerufene Tool überwiegend für Personen aus Sales und Marketing .

Das Ziel vom Sales Navigator ist, es dem Nutzer so einfach und bequem wie möglich zu machen, den Wettbewerb und Kunden zu beobachten, letzte auch zu gewinnen Die Oberfläche vom Sales Navigator ist an die LinkedIn Oberfläche der persönlichen Profilen angelehnt, hat nur einige Funktionen mehr.

SCREENSHOT SALES NAVIGATOR STARTSEITE

Als erstes müssen wir die Kunden suchen und finden. Dafür gibt es zwei Wege:

Weg 1:  Sie geben direkt den Namen des Kunden in der Suchleiste ein.

Sofern Ihr Kunde ein LinkedIn Profil hat, wird dieser entsprechend angezeigt. Anders als bei ihrem persönlichen Profil, bekommt Ihr Kunde jedoch keine Benachrichtigung, dass Sie sein Profil besucht haben. Ein Pluspunkt also, wenn es um das Kundenmonitoring geht.

Weg 2: Sie kennen Ihren Kunden nicht persönlich (oder kennen seinen Namen nicht). Sie haben jedoch eine genaue Vorstellung von Ihrer Zielgruppe. Ihre Zielgruppe können Sie mit den 47 Filter suchen und finden.

ACHTUNG: Der LinkedIn Algorithmus ist relativ schlicht, wenn es um die Suche geht. Sofern Sie einen Geschäftsführer suchen, müssen Sie das Wort “Geschäftsführer” in das Suchfeld eingeben. Geben Sie „Geschäftsführung” ein, bekommen Sie andere Ergebnisse.

Quelle: Suchauftrag: Geschäftsführer

Quelle: Suchauftrag: Geschäftsführung

Und dann können Sie auch noch kreativ werden: CEO, Inhaber, Prokurist – und so weiter.

Der LinkedIn Sales Navigator arbeitet mit Listen. Eine Liste kann entweder aus Personen oder aus Accounts – also den LinkedIn Business Pages – bestehen. Jeder Liste können Sie fast beliebig viele Personen oder Accounts zufügen.

Quelle: Listenansicht Sales Navigator

Quelle: Ansicht Account Liste Sales Navigator

Sofern Sie mehr als 100 potenzielle Kunden haben, macht es Sinn, dass Sie Ihre Kunden kategorisieren. Es gibt potenzielle Kunden, die sowohl Sie als auch Ihr Unternehmen und Ihre Produkte schon kennen. Vielleicht gibt es solche Kunden, mit denen Sie bereits Kontakt hatten. Sicherlich wird es auch Kunden geben, die Sie gerne für Ihr Unternehmen gewinnen möchten, die aber bisher nichts von Ihnen gehört haben. Diese Kunden können Sie dann in einer weiteren Liste speichern.

Meine Empfehlung: Machen Sie sich als erstes Gedanken, wie Sie Ihre Kunden kategorisieren und priorisieren möchten.

Wenn Sie täglich eine Stunde für Ihr Social Selling verwenden möchten, dann müssen Sie sich Ihre Zeit effektiv und effizient aufteilen. Nicht jeder Kunde hat das gleiche Potenzial, nicht jeder Kunde wird gleich zu gewinnen sein.

Wenn Sie ein Produkt haben, dass auf verschiedene Branchen und Unternehmen anwendbar ist, empfehle ich Ihnen sich Listen nach Branchen zu erstellen.

Beispiele:

Sie haben eine Kalkulationssoftware für die Buchhaltung. Ihre Software kann sowohl in Architekturbüros, als auch bei einem Verpackungshersteller eingesetzt werden. Erstellen Sie also zwei Listen, in denen die Entscheider für Ihr Produkt (zum Beispiel die Produktmanager) gespeichert werden .

Ihr Produkt kann nur in einer bestimmten Branche eingesetzt werden, es sind jedoch mehrere Personen an der Entscheidung beteiligt. Dann ist es sinnvoll, dass Sie Ihre Listen nach den Personen im Entscheidungsprozess anlegen. Geschäftsführer, Debitorenbuchhalter, Kreditorenbuchhalter und weitere.

Ob Sie nun die Listen nach der Branche oder nach der Position Ihrer Ansprechpartner anlegen, ist irrelevant. Wichtig ist, dass Sie diese Listen dazu nutzen, Ihre Kunden zu monitoren.

Monitoring bedeutet bei LinkedIn, dass Sie sich ein sehr genaues Bild davon machen, was Ihre Kunden lesen, wofür sie sich interessieren, was sie liken, was sie kommentieren und wie oft.

Denn das ist die Information, die Sie später in Ihrem Content Kalender und in Ihrem Redaktionsplan einsetzen müssen.

Bedenken Sie, dass Ihr Kunde sich zunächst für seine Kunden, seine Produkte und sein Wettbewerb interessiert. Das ist die Richtung, in die Ihr Kunde hinsieht. Wenn Sie verstehen, welche Richtung das genau ist – dann ergibt es sicherlich Sinn, sich dort zu platzieren, um wahrgenommen zu werden.

Sie stehen jetzt dort, wo der Kunde Sie zumindest wahrnimmt. Das ist der erste Schritt für Ihre erfolgreiche Kundenakquise.

„7 TODSÜNDEN BEI DER KUNDENAKQUISE“

👉🏻  Potentielle Neukunden erreichen
👉🏻  Vertriebs- / Marketingalternative
👉🏻  Kunden zur rechten Zeit am rechten Ort erreichen
👉🏻  Beziehungen vertiefen / Markenpräsentation

Wie funktioniert der Sales Navigator?

Der LinkedIn Sales Navigator bietet eine Reihe von Filter, um Ihre Kunden und Wettbewerber zu suchen, diese zu finden und zu beobachten.

Insgesamt stehen Ihnen 12 Filter mehr als die Premium Version von LinkedIn zur Verfügung.

Quelle: Filtereinstellungen Leads: Sales Navigator

Quelle: Filtereinstallungen Sales Navigator – Beschäftigungsdauer

Quelle: Filtereinstellung: Unternehmensfilter

Quelle: Filtereinstellung – weitere Filter

Sie können also nach CEOs suchen, die in Deutschland arbeiten, deutsch sprechen, die Hauptniederlassung des Unternehmens sich in Deutschland befindet, schon mindestens 5 Jahre in der Position ist, seit 10 Jahren im gleichen Unternehmen arbeitet, das Unternehmen mindestens 100 Mitarbeiter hat.

Nachdem Sie den ersten Schritt gemacht haben und Ihre Kunden gesucht, gefunden, kategorisiert und in eine Liste gespeichert haben, geht die Arbeit mit dem Sales Navigator richtig los.

Schauen Sie sich täglich Ihre Listen an und verschaffen Sie sich einen Eindruck darüber, was Ihre Zielkunden in den letzten Tagen bei LinkedIn veröffentlicht haben.

Hier können Sie wieder unter verschiedenen Filter wählen. Den meisten interessieren zwei Dinge:

  1. Hat mein potenzieller Kunde ggf. den Job gewechselt und
  2. Hat mein potenzieller Kunde ggf. einen Beitrag veröffentlicht

Der Nachteil: Der Sales Navigator hat keine Echtzeit-Funktion. Ihr Kunde kann einen Beitrag an einem Montag um 8 Uhr morgens veröffentlicht haben und Sie würden das in Ihrem Sales Navigator erst viele Stunden später zu sehen bekommen – oder sogar Tage.

Weitere Nachteile sind:

  • es gibt keine „Alert“ Funktion. Sie müssen also aktiv täglich schauen, ob Ihre Kunden Beiträge veröffentlicht haben.
  • Der Sales Navigator zeigt Ihnen nicht an, wenn Ihr Kunde Beiträge liked oder kommentiert.

Das ist deshalb sehr zum Nachteil für Ihre Social Selling Prozess, weil die meisten Personen in 2021 bei LinkedIn nach wie vor eher Content konsumieren und nicht selber kreieren.

Sofern Sie dann beim Sales Navigator einen Beitrag des Kunden sehen, können Sie sich diesen zunächst auf der Oberfläche des Sales Navigators anzeigen lassen.

Der Vorteil ist, dass Sie die Beiträge Ihrer Kunden auf der Sales Navigator Oberfläche kommentieren und liken können, ohne diese Oberfläche verlassen zu müssen. So können Sie binnen weniger Minuten ihre Social Selling Aktivitäten betreiben. Das spart Zeit und gibt Ihnen zudem einen guten Überblick darüber, welche von Ihren Kunden auf LinkedIn regelmäßig aktiv sind und somit das größte Potenzial für Ihr Social Selling hat.

Zu jedem Vorteil muss ich Ihnen leider einen weiteren Nachteil geben: So können Sie die Listen, die Sie im Navigator anlegen nicht herunterladen – aber weiterleiten. Zum öffnen bedarf es jedoch eine Sales Navigator Lizenz. Sie können Ihre Listen nicht in Ihr CRM übernehmen und müssten manuell alle Informationen des Kunden in Ihr CRM übernehmen. Zwar gibt es eine Reihe von Chrome und Edge Erweiterungen, die diesen Vorgang vereinfach sollen – meine Erfahrung ist, dass diese Erweiterungen leider nur sehr oberflächig arbeiten und am Ende durch ihre Omnipräsenz eher stören, als dass sie wirklichen Mehrwert liefern.

Das einzige Tool das ich kenne, das einigermaßen gut mit LinkedIn funktioniert ist Sales Force. Allerdings kosten die Lizenzen für Sales Force ein kleines Vermögen. Ganz zu schweigen von den Anbindungen und Vorrausetzungen, die geschaffen werden müssen, damit beide Systeme synchron arbeiten. Wer aber in einem größeren Unternehmen arbeitet, für den kann sich der Einsatz von Sales Force in Kombination mit dem Sales Navigator lohnen.

 

Für wen ist der Sales Navigator geeignet?

Meiner Erfahrung nach ist der Sales Navigator nur für Personen geeignet, die eine große Auswahl an Zielkunden haben, in einem Konzern tätig sind und mindestens 5 Vollzeit Sales Personen beschäfigt. Mit “großer Auswahl” meine ich mehrere tausend Zielpersonen. Aktuell in 2021 hat LinkedIn nach eigenen Angaben über 17 Millionen User in der DACH Region. Je nach Produkt und Dienstleistung kann es für einzelne Sales und Marketing Personen Sinn ergeben, eine Lizenz zu erwerben.

Für wen ist der Sales Navigator noch geeignet? Ich empfehle meinen Kunden, die in der Marketingabteilung arbeiten und mehr als 50 Wettbewerber haben, ebenfalls eine Lizenz zu erwerben. Dort können die Marketingkollegen rasch erkennen, welche Inhalte und News der Wettbewerb generiert und diese Information an die Kollegen weiterleiten.

Allerdings rate ich grundsätzlich davon ab, sich länger als notwendig mit dem Wettbewerb zu beschäftigen. Jede Minute die Sie oder Ihr Team darauf verwendet, sich auf den Wettbewerb zu konzentrieren, ist eine verlorene Minute, die Sie sich nicht auf Ihre Kunden fokussieren.

Bedenken Sie, dass Sie Kunden gewinnen möchten und nicht den Wettbewerb.

Anders kann es sich verhalten, wenn Sie Social Recruiting betreiben und ausloten möchten, ob es sich ggf. lohnt einen potenziellen Kandidaten anzuschreiben. Aber das ist ein anderes Thema.

Oft werde ich gefragt, ob jeder Mitarbeiter eine Lizenz benötigt. Meine klare Antwort: Nein. Streng genommen genügt es, wenn ein Kollege eine Lizenz hat und das Tracking bzw. das Monitoring für die Kollegen übernimmt.

Auch die Größe des Unternehmens spielt keine Rolle. Wer sich den Luxus erlauben möchte sich den Navigator zu leisten, ist sicher gut bedient. Sie werden es zwar nicht benötigen, aber ich kenne genug Unternehmer, die sich wohler fühlen mit einem Tool zu arbeiten, statt die unten aufgeführte manuelle Arbeit durchzuführen.

Letzter Tipp: Insbesondere Selbstständigen empfehle ich sich mit Partnern zusammen zu schließen, um sich dann die Kosten zu teilen. Wenn es überwiegend um das Monitoring geht, können mit nur einer Lizenz etliche Personen und endlose Listen angelegt werden.

Zwar gelten, wie oben beschrieben die Einschränkungen, dass Sie keine Listen herunterladen oder exportieren können, aber mit einem Screenshot ist den meisten an dieser Stelle schon geholfen.

Für wen ist der Sales Navigator nicht geeignet?

Mit über 17 Millionen aktiven Nutzern in der DACH Region ist Ihre Zielgruppe dabei, sofern es sich um B2B handelt und keinen Handwerksschwerpunkt hat. Wenn Ihre Zielgruppe Maler, Tischler oder Frisöre sind, empfehle ich Ihnen eher zu Facebook, Instagram oder YouTube zu wechseln. Das Handwerk ist zwar auch bei LinkedIn vertreten, doch es ist im Jahr 2021 noch sehr stark unterrepräsentiert.

Wenn Sie Solopreneur sind, ein sehr kleines Unternehmen führen – mit weniger als fünf Mitarbeitern oder wenn Sie gerade ein Unternehmen gegründet haben – empfehle ich Ihnen den Einsatz des Navigators nicht. Es wird einfach lange dauern, bis Sie die Kosten wieder erwirtschaftet haben und der Nutzen bleibt leider auf der Strecke.

Ebenfalls lehne ich den Erwerb mehrerer Lizenzen innerhalb einer Abteilung ab. Es ergibt keinen Sinn, dass sowohl Sie als auch Ihre Kollegen mehr oder minder das Gleiche tun, die gleichen Personen monitoren oder die gleichen Unternehmen . Sinnvoller ist es, wie oben beschrieben, dass Sie einen Kollegen benennen, der die Monitoring-Arbeit übernimmt und seine Erkenntnisse dann mit der Gruppe bzw. der Abteilung teilt.

Und zu guter Letzt: Buchen Sie keine Sales Navigator Lizenz, wenn Sie gerade erst mit LinkedIn begonnen haben. Sie müssen eine Milliarde Dinge tun, bevor Sie mit Ihrem Social Selling Prozess beginnen können. Zum Beispiel müssen Sie Ihr Profil für Social Selling ausrichten.

Zu oft sehe ich, dass Unternehmen und Ihre Sales- und Marketingkollegen die Profile so ausfüllen, als würden sie sich für einen neuen Job bewerben und nicht um Kunden bemühen. Das ist dadurch begründet, dass diese Plattform – ähnlich wie bei XING – ursprünglich genau dafür auch ausgerichtet war. Aber das ist viele, viele Jahre her und mittlerweile ist diese Plattform die Einzige weltweit, die sowohl kostenlos als auch hauptsächlich B2B ist.

Berufsanfänger und Personen, die gerade im Sales und Marketing begonnen haben tun sich also selbst einen gefallen, wenn Sie sich zunächst mit der Plattform vertraut machen, ehe sie für teures Geld eine Lizenz erwerben.

Haben Sie Fragen oder benötigen Sie Anregungen für den Start? Kontaktieren Sie mich HIER und vereinbaren Sie ein kostenloses Gespräch mit mir. Ohne Risiko, ohne Verpflichtungen, ohne Blabla. Nur Mut!  

 

 

Was kostet der Sales Navigator?

Quelle: Tarife Sales Navigator

Aktuell kostet eine Einzellizenz beim Linkedin Sales Navigator 61,97 EUR Netto, sofern Sie die Freiheit genießen möchten, die Lizenz jederzeit kündigen zu können (Was ich Ihnen sehr ans Herz lege).

Das macht im Jahr stolze 743, 64 EUR zzgl. der gesetzlichen Mehrwertsteuer. In anderen Ländern auch innerhalb der EU können diese Preise übrigens abweichen. Eine Teamlizenz kostet 104,99 EUR je Lizenz.

Der Vorteil an einer Teamlizenz ist, dass Sie alle Kollegen in einer Gruppe zusammenfassen können. So haben alle Kollegen Zugriff auf die Listen der anderen Kollegen. Der Preis pro Jahr ist 1.259,88 EUR zzgl. der gesetzlichen Mehrwertsteuer.

Anders als bei der Einzellizenz können Sie die Teamlizenz nicht testen, sondern müssen eine Demo Version anfordern. Dann setzt sich ein LinkedIn Mitarbeiter mit Ihnen in Verbindung und zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie den Sales Navigator am besten für Sie und Ihre Ziele einsetzen können.

Ein Vorteil der Sales Navigator Lizenz: Anders, als bei der Premium Version von LinkedIn haben Sie bei Sales Navigator in relativ kurzer Zeit einen Ansprechpartner zur Hand, falls Sie Mal eine Frage haben oder nicht weiterkommen. Obwohl die Oberfläche selbsterklärend ist, kann es ab und an vorkommen, dass Sie eine Frage haben. Der Sales Navigator hat ein eigenes Team, dass global vertreten ist. So stellt LinkedIn sicher, dass jede Anfrage innerhalb von 24 Stunden von einem Support Mitarbeiter bearbeitet wird.

Meine Erfahrung: Wenn Sie auf Englisch schreiben, wird Ihre Anfrage erstens schneller bearbeitet und zweitens ist die Tiefe der Antworten meistens deutlich besser. Wird das Ticket einmal geschlossen haben Sie leider nicht mehr die Möglichkeit „Ihren“ Ansprechpartner erneut zu sprechen. Was sehr schade ist, denn wenn es eine zusätzliche Frage gibt, dann müssen Sie Ihr Problem von Beginn an erklären. Der Fairnesshalber sei gesagt, dass die LinkedIn Kollegen sich den Verlauf des vorherigen Tickets ansehen und auch die Lösung. So sind sie in der Lage in rascher Zeit Ihren Engpass zu lösen.

Ach und noch was: Jederzeit kündbar bedeutet genau das – Sie können jederzeit kündigen. Die Kündigung wird jedoch nach Ablauf der Frist wirksam.

 

Welche Alternativen gibt es zum Sales Navigator?

So, jetzt aber! Die Alternative ist so simple, dass es mich beinahe wundert, dass das Internet nicht voll davon ist.

Bereit?

Ich erkläre es Ihnen Schritt für Schritt:

Wenn Sie Ihre Kunden bei LinkedIn monitoren wollen, dann gehen Sie auf das Profil Ihres Kunden.

Als nächstes gehen Sie auf das Aktivitätenprotoll des Kunden. Dazu scrollen Sie einfach bei dem Profil des Kunden etwas runter.

Klicken Sie dann bitte auf „Alle Aktivitäten anzeigen“

Als nächstes speichern Sie die URL unter Favoriten ab.

Je nachdem was für einen Browser Sie nutzen, sieht dieses Bild anders aus.

Wenn Sie nicht genau wissen, wie Sie einen Favoriten in Ihrem Browser anlegen, empfehle ich die Suche über YouTube. Gehen Sie auf www.youtube.com geben Sie im Suchfeld „Favoriten anlegen in“ und dann den Namen Ihres Browsers.

Beispiel: Wenn Sie Chrome nutzen, sieht das so aus:

Sobald Sie aufgefordert werden den Favoriten zu speichern machen Sie bitte folgendes:

Legen Sie sich einen Ordner je Wichtigkeit und Dringlichkeit Ihrer Kunden an. Speichern Sie die URL der Aktivitäten Ihrer Kunden je nach dem, wie oft Sie sich den Kunden monitoren möchten.

Meinen Kunden empfehle ich folgende Aufteilung:

  • Täglich
  • Wöchentlich
  • 14-tägig
  • Monatlich

Die Vorteile auf einen Blick:

  • Kostenlos
  • Sie können JEDERZEIT in das Aktivitätenprotokoll klicken und eliminieren so eine zeitliche Lücke, wie sie der LinkedIn Sales Navigator in jedem Fall hat
  • Sie sehen neben den Beiträgen auch die Kommentare und die Likes, die Ihre Kunden vergeben haben. Wenn Sie Social Sellung betrieben möchten ist es sicher sinnvoll die Dinge zu liken und zu kommentieren, die Ihr Kunde ebenfalls geliked und kommentiert hat. Ihr Kunde bekommt eine Mitteilung und kommt so mit Ihnen in Kontakt
  • Wenn Sie die URL direkt besuchen, bekommt Ihr Kunde keine Meldung darüber, dass Sie sein Profil besucht haben
  • Sie können Ihre Kunden von einem Ordner in einen anderen „schieben“, ohne dass Ihr Kunde das merkt
  • Sie können unendlich viele Kunden und Ordner anlegen. SIe sind nicht limitiert.
  • Sie verpassen keine wichtigen Neuigkeiten Ihrer Kunden
  • Dieses Prinzip lässt sich auf Ihre Wettbewerber anwenden

Ich kann allerdings nicht genug betonen, dass es komplett sinnfrei ist, den Wettbewerb zu beobachten und zu monitoren. Außer Frust habe ich noch nie erlebt, dass das Beobachten und das Monitoring eines Wettbewerbers je etwas Sinnvolles oder gar Produktives zu Tage gefördert hätte.

Wenn Sie Kontakte haben, die keine Kunden sind und es niemals sein werden – das sind in der Regel interessante Personen, die Sie zum Beispiel auf einer Messe oder einer anderen Veranstaltung kennengelernt haben, dann empfehle ich Ihnen, dieser Personen auf LinkedIn zu entfolgen und für diese Personen einen extra Ordner anzulegen. Im Übrigen sind das auch Ihre Kollegen und Ihre Vorgesetzte.

So stellen Sie sicher, dass Sie wirklich nur noch die Inhalte zu sehen bekommen, die für Ihre Marketing und Sales Aktivitäten notwendig und wichtig sind.

 

Fazit

Sie haben nun gesehen, dass der LinkedIn Sales Navigator viel Geld kostet und nicht wirklich sinnvoll ist. Sie haben eine kostenlose Alternative zum Sales Navigator bekommen und eine Schritt-für-Schritt Anleitung, wie Sie diese sofort für sich und Ihre Sales und Marketing umsetzen können. Sind Sie jetzt überzeugt, dass Sie kein besonderes Fachwissen benötigen und dass Sie mit nur wenigen Klicks effizient und effektiv mit LinkedIn arbeiten können.

Investieren Sie Ihre Zeit in Ihre Kunden und nicht in Ihren Wettbewerb. Ordnen und Strukturieren Sie Ihre Sales und Marketingaktivitäten.

Wenn Sie diese Schritte befolgen, ist es beinahe unmöglich kein erfolgreiches Social Selling zu betreiben, Umsatz zu generieren und Bekanntheit am Markt zu erlangen.

Egal, ob Sie als Solopreneur oder als Konzernmitarbeiter bei LinkedIn unterwegs sind: Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Umsetzung.

 

Haben Sie Fragen oder benötigen Sie Anregungen für den Start? Kontaktieren Sie mich HIER und vereinbaren Sie ein kostenloses Gespräch mit mir. Ohne Risiko, ohne Verpflichtungen, ohne Blabla. Nur Mut!